Zwangsversteigerungen können ein Weg, um Häuser vergünstigt zu bekommen – aber sie beinhalten auch Risiken. In diesem Artikel wollen wir Ihnen das wichtigste zum Auktionsprozess, die beste Gebotsstrategie und wann der betroffene Eigentümer die bevorstehende Zwangsversteigerung noch vermeiden kann, vorstellen.

Zwangsversteigerungen sind eine besondere Art, Immobilien zu erwerben: Einerseits ist es ein Traum, billige Immobilien zu haben, andererseits kann es ein persönliches Schicksal sein. Hier finden Sie Informationen zur Funktionsweise der Auktion und zu den potenziellen Risiken von Bietern. Darüber hinaus berät dieser Artikel die Betroffenen, wenn ihr Eigentum bedroht ist.

LESEN SIE AUCH: Diese Regeln stehen im Wohnungseigentumsgesetz

So verläuft eine Zwangsversteigerung

Sie wollen an einer Zwangsversteigerung teilnehmen? Wenn Sie sich noch nicht sicher sind, dann kann der einfache Besuch einer Versteigerung Ihnen vielleicht helfen. Sie können so den Prozess verstehen. Unerfahrene Bieter können auch das Gebotsverhalten anderer Teilnehmer beobachten und so eine eigene Strategie formulieren. Das örtliche Amtsgericht informiert in der Regel über bevorstehende Termine.

Bevor Sie sich aber wirklich für eine Zwangsversteigerung entscheiden, ist es wichtig, die Risiken solcher zu kennen. Es ist nicht immer möglich, verlässliche Informationen über den Zustand der Immobilie zu liefern. Von der Erstellung der offiziellen Bewertung bis zum Auktionstermin dauert es manchmal mehrere Jahre. Es gibt keine Garantie für Mängel. Somit ist es beispielsweise möglich, dass es Schadstoffe wie Asbest gibt und der neue Eigentümer hohe Renovierungskosten tragen muss.

LESEN SIE AUCH: So finden Sie den richtigen Mieter

So verhindern Sie eine Zwangsversteigerung

Krankheit und Arbeitslosigkeit sind die häufigsten Ursachen die dazu führen, dass Hausbesitzer keine Kredite mehr an Banken zurückzahlen können. Der Eigentümer sollte spätestens dann Maßnahmen ergreifen, wenn er mit der Kündigung des Darlehens droht. Andernfalls wird die Zwangsversteigerung eingeleitet. Das kann man tun:

Reduzierung oder Aussetzung von Rückzahlungen: Falls die Veränderung der finanziellen Situation nur vorübergehend ist, kann die Reduzierung monatlicher Raten Abhilfe schaffen. Da der Zinssatz fest ist, ist es nur möglich die Rückzahlung zu reduzieren oder auszusetzen.

Stundung der Raten: Manchmal akzeptiert die Bank die vorübergehende Verschiebung der Ratenzahlung. In diesem Fall werden weder Zinsen noch Rückzahlungen innerhalb einer begrenzten Zeit gezahlt. Dies bringt kurzfristige finanzielle Erleichterungen, denn sie ist keine langfristige Option. Banken werden diese Option nur akzeptieren, wenn der Engpass absehbar ist.

Umschuldung: Die Zinsbindung von älteren Krediten läuft in absehbarer Zeit aus. Mit den heute günstigeren Zinssätze, sollte eine Anschlussfinanzierung in der Regel viel billiger sein. Sollte die Zinsbindung Ihres Kredits erst in einigen Jahren auslaufen, dann können Sie sich beispielsweise mit Hilfe eines Forward-Darlehen schon heute die gütigsten Zinsen sichern.

LESEN SIE AUCH: Was sind die laufenden Kosten von Immobilien?

Beide Seite einer Zwangsversteigerung anerkennen

Zwangsversteigerungen können Immobilien zu niedrigen Preisen anbieten – dies ist aber nicht immer der Fall. Wenn es mehrere Bieter gibt und die Immobilie attraktiv ist, kann der Preis auch viel höher sein als der festgelegte Marktwert. Auf der anderen Seite sollten diejenigen, die vom Verlust ihres Eigentums bedroht sind, so früh wie möglich abwägen, welche Optionen sie noch haben: eine Zwangsversteigerung durchstehen oder selbstständig handeln. In der Regel kann durch ein privater Verkauf der Gewinn gesteigert werden.

LESEN SIE AUCH: Das sind die teuersten Städte im Jahr 2020

[Gesamt: 0   Durchschnitt:  0/5]