Haben Sie vor eine alte Immobilie zu kaufen und anschließend zu renovieren, dann müssen Sie sich der potenziellen Fallstricke im klaren sein. In diesem Artikel wollen wir Ihnen die häufigsten Problemstellen ist solchen Unternehmungen aufzeigen.

Eine ältere Immobilie mit Renovierungsbedarf stellt eine große Verführung dar. Jeder kann sich von einer Schnäppchenimmobilie mit viel Potenzial beeinflussen lassen.

Alte Häuser haben jedoch oft viele Probleme, daher ist es wichtig zu wissen, worauf man achten muss und welchen Einfluss diese Probleme auf Ihr Budget haben könnten. Bevor Sie einen Vertrag unterzeichnen, sollten Sie immer einen Gutachter zur Besichtigung beauftragen. So erhalten Sie am schnellsten ein gutes Bild darüber worauf Sie sich einlassen.

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1. Undichtes Dach

Ein altes Haus bringt in der Regel auch ein altes Dach mit sich. Wurde das Dach in der letzten Jahren nicht erneuert, dann ist es möglich, dass Sie dort Probleme feststellen werden und im schlimmsten Fall undichte Stellen auffinden.

Achten Sie auf von außen fehlende oder gerissene Dachziegel/Schindeln, lockere Eindeckrahmen (diese leiten das Wasser von den Fugen auf dem Dach ab), bröckelnden Zement und durchhängende Dachrinnen. All diese Dinge können Anzeichen dafür sein, dass das Dach undicht ist.

Von Innen sollten Sie auf Feuchtigkeit in der Dachbodenisolierung achten, auf Wasserflecken auf dem Boden und verrottetes Holz. Zusätzlich können Sie das Dach auf der unteren Seite auf Risse im Tageslicht untersuchen.

Das Ersetzen einiger Dachziegel oder eines Meters Eindeckrahmen wird Ihr Budget nicht überspannen. Dort werden sich die Kosten für Reparaturen im Rahmen halten. Größere Arbeiten werden Sie im unteren vierstelligen Bereich kosten (1000-4000€ abhängig von der Arbeit). Der vollständige Austausch kann Recherchen nach zwischen 50-100€ pro Quadratmeter (bei einem 100 qm Dach wären das zwischen 5000-10000€).

2. Veraltetet Heizanlage

Nachdem Sie die Immobilie auf ein solides Dach überprüft haben, können Sie sich den anderen möglichen Problemstellen widmen. Zum Beispiel dem Thema Wärmetechnik. Schlechte oder keine Isolierung im Dachgeschoss, ungedämmte Fugen zwischen den Fundamenten und dem Boden und keine Hohlraumwandisolierung können dazu führen, dass die Immobilie schnell unterkühlt ist.

Auch wenn die Immobilie mit einer neuen oder zusätzlichen Isolierung ausgestattet wurde und Luftlecks gefüllt wurden, kann ein altes Heizungssystem Schwierigkeiten herbeirufen, sodass das Haus nicht effektiv erwärmt wird.

Möglicherweise müssen Sie den Heizkessel und die Heizkörper austauschen oder eine Fußbodenheizung installieren.

3. Alte fehlerhafte Elektrik

Alte fehlerhafte Elektrik kann anfällig für Störungen sein und somit eine ernsthafte Brandgefahr im Haus darstellen. Inspizieren Sie veraltete Sicherungskästen, Steckdosen und verblasste Lichtschalter. So können Sie schnell eine Vorstellung von ihrem Alter bekommen.

Beim einem Gutachten wird die Elektrik in der Regel nicht überprüft. Für diese Arbeit sollten Sie einen Bericht über den Zustand der Elektroinstallation von einem Fachmann oder Elektriker erstellen lassen (Kosten ca. 200-300€). Eine vollständige Neuverkabelung ist viel Aufwand und diese beinhaltet die Installation von Kabeln in Wänden. Das bedeutet, dass diese Probleme zu Beginn einer Renovierung behoben werden sollten.

Achtung: Elektrische Arbeiten sind keine Heimwerkerarbeiten. Es könnte sein, dass teilweise oder vollständige Neuverkabelungen von der örtlichen Behörde abgenommen werden müssen.

Eine vollständige Neuverkabelung eines Drei-Schlafzimmer-Hauses kostet Recherchen nach zwischen 2.500 und 4.500€.

4. Kaputte Leitungen

Wasser kann erhebliche Schäden verursachen, daher ist es besonders ratsam, dass ein Fachmann die Immobilie auf mögliche Probleme mit den Wasserleitungen überprüft.

Die Nutzungsdauer von Messing- und Kupferrohre liegt bei mehr als 50 Jahre, dennoch kann es passieren, dass Sie auch verrostete Rohrleitungen oder Verbindungen finden, die abgenutzt oder schlecht repariert wurden. Diese müssen zusammen mit undichten Wasserhähnen ersetzt werden.

Sollten sich auf dem Grundstück Bäume befinden, prüfen Sie, ob die Rohrleitungen durch Wurzeln beschädigt wurden. Das gilt besonders für die Abwasserleitungen. Kleinere Arbeiten wie den Austausch von Wasserhähnen können Sie selbst ausführen, jedoch sollten Sie neue Rohrleitungen von Fachleuten verlegen lassen.

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5. Alte Holzfenster

Theoretisch können Sie einfach verglaste Fenster zügig gegen moderne Einheiten auszutauschen. Bei älteren Häusern sollten Sie eher versuchen die alten Fenster zu reparieren sie einfach zu ersetzen.

Sollten Sie sich für ein denkmalgeschützten Gebäude oder für eine Immobilie in einem Naturschutzgebiet interessieren, dann gelten oft Vorschriften darüber, was geändert werden kann. Diese Vorschriften beinhalten sogar Angaben bis hin zum Anstrich. Informieren Sie sich bei Ihrer Gemeindeverwaltung, ob Sie irgendeine Genehmigung benötigen.

Auch wenn das Haus nicht unter Denkmalschutz steht, kann der Austausch von Holzfenstern manchmal mehr Probleme verursachen als lösen. Leichte PVC-Rahmen zum Beispiel könnten nicht stark genug sein, um das Gewicht des Mauerwerks zu tragen, so dass sich die Paneele nur schwer öffnen lassen oder die Glasscheiben brechen.

Inspizieren Sie stattdessen die Rahmen auf weiche Bereiche. Diese können auf Fäulnis hindeuten. Wenn die Immobilie Schiebefenster hat, dann kann eine Fachfirma beschädigte Teile erneuern.

Sie wollen noch mehr Tipps? Hier finden Sie unseren zweiten Teil zu diesem Thema.

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