Verlassen Sie Hotel Mama und beginnen Sie Ihre Leben in der erste eigenen Wohnung: Es hört sich gut an, bedeutet aber viel Arbeit und Kosten. Sie müssen Möbel kaufen, einen Umzug organisieren, die Stromversorgung anschließen und Ihre eigene Adresse neu registrieren. Studierende und Auszubildende haben zu dem auch die Möglichkeit finanzielle Unterstützung zu beantragen. In diesem Artikel wollen wir Ihnen Schritt-für-Schritt erklären, was auf Sie zukommen wird.

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Schritt 1: Die Wohnungssuche

Nicht jede Wohnung kann Ihnen das Gefühl von Zuhause geben. Potenzielle Mieter fühlen sich dann langfristig in ihrer ersten Wohnung wohl, wenn sie über das für sie wichtige Leben nachdenken, bevor sie sich auf die Suche machen. Die folgenden Fragen helfen Ihnen die Suche zu optimieren:

  1. Wie groß soll die Wohnung sein?
  2. Bevorzugen Sie den ersten Stock oder den obersten Stock?
  3. Gibt es einen Balkon, eine Terrasse oder einen Garten?
  4. Benötigen Sie einen Keller?
  5. Benötigen Sie einen Parkplatz für Ihr Auto?
  6. Sollte die Wohnung eine Küche haben?
  7. Sollte das Badezimmer eine Badewanne haben?
  8. Wie hoch ist die Nettokaltmiete bzw. die Bruttowarmmiete?

Schritt 2: Die Wohnungsbesichtigung

Potenzielle Mieter haben bei der Besichtigung einer Wohnung die Möglichkeit, alle Informationen über Anmietung der jeweiligen Wohnung herauszufinden. Daher Fragen Sie so viel es geht. Der Zustand der Wohnung sollten ebenfalls genau inspiziert werden. Gibt es beispielsweise Kratzer auf dem Parkettboden, defekte Türgriffe oder Fenster die nicht 100% isoliert sind. Mängel sollten immer deutlich hervorgehoben und anschließend schriftlich in der Übergabevereinbarung festgehalten werden. Darüber hinaus sollten auch der Grundriss und die Größe der Wohnung zu Ihnen passen. Störfaktoren sind ebenfalls nicht unbedenklich. Dazu zählt zum Beispiel das Geräusch vorbeifahrender Fahrzeuge, dünne Wände oder die Tatsache, dass viele Räume nachmittags wenig Sonnenlicht haben. Nehmen Sie eine zweite Person mit, um die Eindrücke besser zu analysieren. Bei der Besichtigung werden potenziellen Mietern häufig Fragen gestellt, in der Regel zur privaten finanziellen Situation. Ein Weg, um Ihre Zahlungsfähigkeit zu beweisen, ist Ihre eigene Kreditauskunft. Sie sind aber nicht verpflichtet, diese Informationen weiterzugeben. Der Vorteil dadurch ist aber, dass die Übermittlung dieser Art von Informationen normalerweise die Chancen einer Zusage erhöhen.

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Schritt 3: Der Mietvertrag

Wenn Ihnen die Wohnung gefällt und der Vermieter zustimmt, kommt der Part: Mietvertrag. Auf die folgenden Sachen sollten Sie vor dem Unterzeichnen achten:

  1. Die Kaution darf drei Monate Kaltmiete nicht überschreiten
  2. Die Kündigungsfrist ist normalerweise max. drei Monate
  3. Der Mieter muss nur bestimmte Nebenkosten tragen und diese müssen im Vertrag vereinbart werden.

Schritt 4: Übergabe der Wohnung

Nach Unterzeichnung des Mietvertrags wird die Wohnung in der Regel übergeben. Der Mieter erhält den Schlüssel zur Wohnung und sollte mit dem Vermieter jedes Zimmer begutachten. Alle Schlüssel, Zähler von (Gas, Wasser, Strom) und die gefundenen Mängel in der Wohnung sollten im Übergabeprotokoll der Wohnung festgehalten werden. Es ist am besten, dass der Mieter bei der Übergabe der Wohnung auch eine Bestätigung vom Vermieter erhält. Später benötigt er diese Informationen für das Einwohnermeldeamt.

Schritt 5: Die Einrichtung planen

Normalerweise fehlt in einer neuen Wohnung nur dann etwas, wenn Sie es brauchen. Es lohnt sich also, dies vor dem Einzug zu überprüfen. Wenn Sie nicht alleine einziehen, sollte Sie mit den zukünftigen Mitbewohnern besprechen, was diese mitnehmen und was dann noch fehlt.

Für die Küche sollte folgendes geplant werden:

  • Handschuhe für den Ofen
  • Holzlöffel zum Kochen
  • Messer zum schneiden
  • Auflaufformen und Formen zum Backen
  • Eine Waage
  • Genügend Schüsseln
  • Diverse Teller (groß, klein)
  • Ausreichend Besteck

Im Bad sollte folgendes nicht fehlen:

  • Seifenspender
  • Haartrockner
  • Klobürsten
  • Vorhänge für die Dusche (falls nötig)
  • Ausreichend Handtücher

Wenn Sie das Wasch- und Reinigungsarsenal Ihrer Eltern nicht einfach mitnehmen können, dann sollten Sie vor dem Auszug herausfinden, welche Gegenstände benötigt werden. Diese sind in der Regel: Waschmittel, Lappen, Besen, Staubsauger, Bügelbretter und Bügeleisen, Wäschekörbe und Regale. Der Besitz einer eigenen Waschmaschine ist zweifellos eine kluge Investition.

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Schritt 6: Der Umzug und die Ummeldung

Natürlich können Sie den Umzug selber erledigen, dies ist zwar die anstrengendere Möglichkeit, jedoch können Sie so normalerweise ein wenig Geld sparen. Wenn Sie viele schwere Möbel haben, sollten Sie in jedem Fall Freunde und Familie nach Hilfe fragen. Wenn das neue Zuhause jedoch weit entfernt ist oder sich die Wohnung im vierten Stock befindet, wird Ihnen ein professionelles Umzugsunternehmen sehr viel Mühe abnehmen.

In den ersten zwei Wochen nach dem Umzug sollten sich die Mieter bei der zuständigen Registrierungsstelle unter dem neuen Wohnort anmelden. Sie benötigen dafür einen Personalausweis und eine schriftliche Bestätigung des Vermieters. Letzteres versichert, dass Sie tatsächlich an dem neuen Wohnort leben.

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