Der Verkauf von Immobilien ist nicht einfach. Eigentümer, die bereit sind zu verkaufen, müssen den Kaufpreis in der Region verstehen und den tatsächlichen Wert ihrer Immobilie bestimmen. Nach mehreren Gesprächen und Terminen lauert die nächste Falle im Auslegen des Kaufvertrages. In diesem Beitrag wollen wir Ihnen die wichtigsten Tipps für Immobilienverkäufer zusammenstellen – angefangen mit dem Zusammenführen aller wichtigen Dokumenten.

Wohnungen oder Häuser müssen innerhalb einer angemessenen Zeit zum besten Preis verkauft werden: Dies kann nur systematisch erfolgen. Im ersten Schritt müssen Immobilienverkäufer alle wichtigen Dokumente zusammenstellen – von Energieausweisen über Grundbuchauszüge. Mit diesen Unterlagen können Sie jederzeit Immobilienanzeigen erstellen und zukünftige Besucher mit den wichtigen Unterlagen ausstatten. Wenn Sie nicht selbst kaufen oder verkaufen möchten, benötigt ein Immobilienmakler viele Informationen.

Wenn Sie all Unterlagen zusammen haben, folgt der schwierigere Teil: die Ermittlung des Verkaufspreises. Hier können Kaufpreisstatistiken oder Expertenmeinungen gute Auskunft geben. Schließlich veröffentlichen Sie die Zusammenfassung schnell und einfach online auf diversen Plattformen.

1. Alle Unterlagen raussuchen

Vor der Bereitstellung einer Immobilie sollten alle wichtigen Dokumente gesammelt werden. Neben dem Energieausweis sind auch auch Grundrisse, Fotos und Versicherungsunterlagen wichtig. Für Eigentumswohnungen ist es auch erforderlich, das Protokoll der Eigentümerversammlung einzuberufen und die Teilungserklärung bekannt zu geben.

Energieausweis: Wenn Sie ein Haus oder eine Wohnung verkaufen möchten, müssen Sie einen Energieausweis vorlegen. Das ist so laut r Gesetz vorgesehen. Dieses Dokument können potenzielle Käufer dazu nutzen, um das Gebäude aus energetischer Sicht zu bewerten. Auf dem Dokument kann man nämlich die entsprechenden Werte ablesen. Dies ermöglicht potenziellen Käufern, die erwarteten Heizkosten grob abzuschätzen. Je nach Baujahr und Größe der Immobilie benötigt der Verkäufer einen Verbrauchs- oder einen Bedarfsausweis.

Grundriss und Bilder: Die Online-Anzeige Ihrer Immobilie sollte die Neugier potenzieller Käufer wecken und alle wichtigen Daten enthalten. Genaue Informationen und detaillierte Beschreibungen sind wichtig. Bilder und Grundrisse sind jedoch in der Regel entscheidend. Bilder hinterlassen bei den Interessenten einen ersten Eindruck und der Grundriss zeigt, wie die Immobilie aufgeteilt ist.

Auszug aus dem Grundbuch: Die Eigentumsverhältnisse einer Immobilie werden im Grundbuch eingetragen. Der Auszug aus dem Grundbuch zeigt daher, wer der eigentliche Eigentümer ist und ob die Immobilie mit anderen Rechten belastet ist. Aus diesen Gründen sollten Sie als Verkäufer einen Auszug aus dem Grundbuch zur Hand haben.

Verkaufspreis ermitteln: Wenn Sie den Preis zu niedrig einstellen, wird Ihre Immobilie normalerweise schnell verkauft, aber Sie geben möglicherweise auf erhebliche Gewinne. Wenn Sie den Preis jedoch zu hoch einstellen, werden Verkäufe verhindert. Daher besteht der erste Schritt darin, einen Wert zu bestimmen, der so realistisch wie möglich ist.

Der Vergleich mit ähnlichen Anzeigen gibt Ihnen erste Hilfe. In der Regel setzen Immobilienverkäufer mindestens eine Größenordnung für den mögliche Verkaufspreise so fest.

Wenn Sie mit einem Immobilienmakler arbeiten, dann werden Sie auf seine Kenntnisse vertrauen müssen. Sachverständiger bewerten die Immobilie ebenfalls objektiv. Sie sollten wissen, dass Experten der Meinung sind, dass der Preis nicht zuerst zu hoch angesetzt und dann schrittweise gesenkt werden sollte. Möglicher Käufer beobachten den Markt viele Monate und bemerken sowas. Es könnte dann dazu kommen, dass viele noch länger warten, bis der Preis weiter fällt. Manchmal kommt es dann gar nicht mehr zum Verkauf.

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2. Anzeige veröffentlichen

Ob Sie die Immobilie selbst verkaufen oder besser einen Makler einsetzen sollen, ist von mehreren Faktoren abhängig. Der Makler hat normalerweise ein gutes Verständnis des Marktes und leistet dem Eigentümer viel Arbeit in Bezug auf Zugang und Marketing. Wenn Sie bereit sind die Arbeit selber zu erledigen, können Sie sich die Maklerprovision sparen, aber Sie müssen dafür alles selber klären und dies ohne Expertenwissen auf dem Markt.

In Sachen Vermarktung sollten Sie sich auf unterschiedliche Weisen verlassen. Das Immobiliengeschäft ist zur Zeit aber überwiegend Online zugange. Auf solchen Online-Plattformen haben Sie viele Möglichkeiten die Immobilie vollständig vorzustellen. Viele Menschen verkaufen ihre Häuser oder Wohnungen jedoch online, sodass sich mit Ihrem Angebot von der Masse abheben müssen. Dies wird durch aussagekräftige Bilder und detaillierte SEO-Beschreibungen gelingen.

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3. Der Verkauf

Die erste Gruppe potenzieller Käufer hat sich bereits angemeldet und Sie haben Besichtigungstermine vereinbart. Jetzt muss Ihre Wohnung oder Ihr Haus den Rest erledigen. Vor jedem Besuch müssen folgende Regeln beachtet werden: Belüftung, Jalousien anheben, aufräumen – denn der erste Eindruck ist wichtig. Sie der Verkäufer sollten freundlich, aber selbstbewusst und gut vorbereitet sein. Dies beinhaltet die Bereitstellung aller wichtigen Dokumente und die Beantwortung aller relevanten Fragen zur Immobilie. Wenn Sie versteckte Mängel kennen, sollten Sie diese nicht verbergen. Das Gericht betrachtete dies als betrügerische Täuschung, die später teure Konsequenzen haben kann.

Immobilienkaufverträge müssen notariell beglaubigt werden. Der Notar ist neutral, er erklärt beiden Parteien die Feinheiten des Kaufvertrags. Verkäufer sollten immer darauf achten, dass der Käufer eine Finanzierungsbestätigung oder einen Kapitalnachweis vorlegen kann. Der Vertrag wird schnell unterschrieben, sollte sich aber später herausstellen, dass der Käufer nicht zahlungsfähig ist, muss der Vertrag zurückgerufen werden. Nach dem unterzeichnen des Beglaubigungsvertrag, werden die finanziellen Angelegenheiten geklärt. Der Notar hinterlegt die Auflassungsvormerkung ins Grundbuch. Mit dieser sogenannten „Reservierung“, kann der Käufer nun den Verkaufspreis zahlen. Sobald sich der Kaufpreis auf Ihrem Konto befindet, ist der Notar für die endgültige Übertragung des Eigentums und Änderungen der Grundbucheintragung verantwortlich. Sie haben Ihre Immobilie dann erfolgreich verkauft.

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