Es gibt sehr viele verschiedene Möglichkeiten eine Wohnung sicherer zu machen. Die meisten von denen benötigen aber eine Zustimmung der Eigentümer. Hier erfahren Sie, welche Methode Vermieter (Eigentümer der Wohnung) nutzen können, um die Wohnung vor Einbrüchen zu schützen.

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Möglichkeit Nr.1: Sicherheitstüren und Fenster

Türen und Fenster sind nicht unbedingt ernsthafte Hindernisse bei Einbrüchen. Ob Türen oder Fenster Eindringversuchen besser oder schlechter standhalten können, hängt von bestimmten Sicherheitsklassen ab. Aber auch diese garantieren jedoch keine absolute Sicherheit.

Beispiel 1: Türen oder Fenster mit einer Sicherheitsstufe von RC 2 verhindern Einbrüche mit Schraubendreher und Zange, für mindestens 2 Minuten.

Beispiel 2: Eine RC Level 3 Tür oder Fenster ist mindestens 5 Minuten lang gegen Einbrüche geschützt. Auch wenn die Einbrecher mit zusätzlichen Schraubenzieher und Brechstange ausgestattet sind.

In den meisten Fällen reichen diese beiden Sicherheitsstufen in der Regel als Schutz aus. Das Eindringen muss nämlich schnell gehen. Jede Minute länger am Einbruchsort erhöht das Risiko der Diebe. Daher nutzen die Diebe die einfachsten Möglichkeiten zum eindringen. Geschlossene RC-2 oder RC 3-Türen gehören nicht zu diesen einfachen Möglichkeiten. Wenn Sie solche Diebstahlsicherungen installieren möchten, sollten Sie sicherstellen, dass alle Teile richtig und korrekt installiert sind.

Möglichkeit Nr.2: Überwachung durch Videoaufzeichnung

Die Kamera hindert niemanden direkt daran, Schmuck und Bargeld zu stehlen. Diese kann jedoch dazu beitragen, Verbrechen aufzuklären und Einbrecher von der Tat abzuschrecken. Da Kameras alles in deren Richtung filmen, können so die Persönlichkeitsrechte von Außenstehenden beeinträchtigen werden. Aus diesem Grund muss der Einsatz von Überwachungskameras bestimmten Regeln entsprechen – dies macht die gesetzliche Überwachung sehr schwierig oder unmöglich.

  • das filmen von öffentlichen Wege oder fremden Eigentum ist verboten
  • ein eindeutiger Hinweis über die Kameras muss vorhanden sein (beispielsweise durch ein Schild am Grundstücksanfang)
  • die Daten dürfen nicht gespeichert werden, außer sie dienen zur Aufklärung einer Straftat

Möglichkeit Nr.3: Richtige Außenbeleuchtung

Ist es aus rechtlicher Sicht kein Problem, eine gute Beleuchtung am Eingang eines Wohnhauses zu installieren. Dies behindert nicht nur Diebe, sondern auch Unfälle und hilft Pflegekräften, das Haus im Notfall schnell zu finden. Bewegungsmelder rund um das Haus können eine gute Lösung sein.

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Möglichkeit Nr.4: Spione etc.

Eine einzelne Wohneinheit kann mit Gucklöchern (Spione) und Gegensprechanlagen ausgestattet werden. Auf diese Weise können aufmerksame Nachbarn direkt in den Korridor schauen, ohne sich direkt potenziellen Einbrechern auszusetzen. Eine Gegensprechanlage hilft dann gegen Einbrüche, wenn sie eine Videofunktion hat. Mieter können dann besser verstehen, für wem sie ihre Türen öffnen. Tatsächlich haben viele angebliche „Maler“ oder „Postboten“ den Keller geleert.

Finanzierung der Maßnahmen

Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) unterstützt Eigentümer (und manchmal auch Mieter) bei der Finanzierung von Sicherheitsmaßnahmen. Die KfW bietet günstige Kredite oder zahlt Investitionszuschüsse. Als Vermieter können die Kosten für die Modernisierung (einschließlich der für die Diebstahlsicherung gezahlten Kosten) an Ihren Mieter weitergegeben werden.

Fazit

Schutz gegen Einbruch lohnt sich. Dies zeigt auch die Kriminalstatistik. Grund: durch installierte Sicherheitstechniken wird fast jeder zweite Einbruch verhindert.

Wichtiger Hinweis: Alle technischen Schutzmaßnahmen gegen Einbrüche sollten von einem qualifizierten Fachunternehmen durchgeführt werden. Zusätzlichen Nebeneffekt bringen diese Sicherheitsmaßnahmen auch bei Versicherungen. In den meisten Fällen senken Sie so Ihre Beiträge. Für einige Versicherungsunternehmen ist es auch ausreichend, wenn die Wertsachen nicht frei herumliegen, sondern in einem Tresor verschlossen sind.

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