Vermieter, die Wohnungen an unzuverlässige Mieter vermieten, können in ernsthafte finanzielle Schwierigkeiten geraten. Wenn Sie einen geeigneten Mieter finden möchten, sollten Sie bei der Auswahl sehr vorsichtig sein. In diesem Artikel finden Sie Tipps für die Suche von Mietern.

Der Schrecken eines jeden privaten Vermieters: Neue Mieter haben seit Monaten keine Miete mehr gezahlt. Um diese Situation zu vermeiden und der Vermieter einen seriösen Mieter zu finden, sollte er bei der Auswahl besonders vorsichtig sein.

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1. Die richtige Vorbereitung

Bestimmen Sie eine geeignete Wohnungsmiete: Wenn beispielsweise die Miete für eine relativ einfache Wohnung zu hoch eingestellt ist, kann dies ernsthaft interessierte Parteien erschrecken. Stattdessen können Sie potenzielle Kunden mit einem schlechten Ruf anziehen: Zum Beispiel Menschen, die im Notfall eine Wohnung suchen und daher gezwungen sind, hohe Mieten zu bezahlen. Im schlimmsten Fall begegnen Sie einem Mietnomaden, der nicht die Absicht hat, die erforderliche Miete zu zahlen.

Nicht vergessen: In vielen Großstädten gilt bereits eine Mietpreisbremse. Dies bedeutet, dass Sie bei der Festlegung der Miete bestimmten Regeln unterliegen.

Bewerben Sie Ihre Immobilie zielgruppenorientiert (z. B. in einem Immobilienportal) und vereinbaren Sie schnell Besichtigungstermine mit potentiellen Mietern. Massenbesuche sollten Sie vermeiden: Wenn möglich, verabreden Sie sich nicht mit einer großen Anzahl interessierter Personen. Es ist am besten, persönliche Besuche zu planen. Dadurch erhalten Sie einen besseren Eindruck von den Interessenten.

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2. Selbstauskunft verlangen

Der Vermieter sollte wissen, dass kein potenzieller Mieter verpflichtet ist, eine Selbstauskunft vorzunehmen. Die meisten interessierten Gruppen sind jedoch dazu bereit, weil sie wissen, dass sie sonst möglicherweise nicht den Vertrag für die Wohnung erhalten. Es gelten folgende Bedingungen: Fragen zur finanziellen Situation und zum Einzugspersonal müssen von potenziellen Mietern wahrheitsgemäß beantwortet werden. Sollte sich herausstellen, dass die Informationen in Zukunft nicht wahr sind, kann der Vermieter den Vertrag unter bestimmten Umständen ohne vorherige Ankündigung kündigen. Wenn Sie jedoch Fragen zu persönlichen Vorlieben (wie Musikgeschmack oder religiösen Überzeugungen) haben, können potenzielle Mieter ohne Konsequenzen lügen – diese Art von Informationen hat nichts mit dem Mietverhältnis zu tun. Potenzielle Mieter können während des Termins eine Selbsteinschätzung ausfüllen.

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3. Schufa prüfen lassen

Vermieter, die geeignete Mieter finden möchten, können sich auf einfache Weise über die Glaubwürdigkeit der beteiligten Parteien informieren. Dafür muss man die potentiellen neuen Mieter auffordern, eine Übersicht ihrer Schufa einzureichen. Jeder Bürger kann innerhalb eines bestimmten Zeitintervalls kostenlos diese Informationen erhalten. Das Dokument enthält auch Inhalte, an denen der Vermieter nicht wirklich interessiert sein sollte. Potenzielle Mieter können eine spezielle Form dieses Dokuments beantragen. Diese enthält nur die wichtigsten Informationen, die für den Vermieter von Interesse sind. Sie sollten die betroffenen Parteien vor dem Besichtigungstermin darüber informieren, dass sie solche Dokumente haben möchten.

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4. Vorvermieter um Mietschuldenfreiheitsbescheinigung fragen

Bei der Suche nach Mietern kann die vom ehemaligen Vermieter vorgelegte mietfreie Schuldverschreibung dem neuen Vermieter mehr Sicherheit bieten. Unter ihnen bestätigt der ehemalige Vermieter dem Interessenten, dass es keine Mietrückstände gibt und, dass die Miete immer pünktlich bezahlt wurde.

Achtung: Das Bundesgericht entschied, dass der Mieter kein Recht hat, eine solche Bescheinigung zu erhalten (Az.: VIII ZR 238/08). Für den Vermieter bedeutet dies, dass der Interessent, wenn er einen solchen Nachweis nicht erbringen kann, nicht unbedingt ein unzuverlässiger Mieter sein muss. Wenn er jedoch ein solches Zertifikat vorlegt, kann in Sachen Zuverlässigkeit besonders punkten.

5. Kaution oder Bürgschaften festlegen

Auch wenn die neuen Mieter einen guten Eindruck hinterlassen: Der Mietvertrag sollte nicht ohne Kautionen oder Bürgschaften ausgelegt werden. Nach dem Gesetz kann der Vermieter eine Mietkaution von bis zu drei Kaltmiete verlangen. Wenn der Mieter eine Garantie in Form einer Bareinlage abgibt, muss der Vermieter dieses Geld getrennt vom Vermögen anlegen. Die Kaution sollte zu Beginn des Mietvertrags gezahlt werden und kann auf einmal oder in beispielsweise drei Monatsraten gezahlt werden. Alternativ kann auch eine Bürgschaft für die Miete ausgehandelt werden, beispielsweise in Form einer Versicherung. Der Vermieter ist jedoch nicht verpflichtet, diese anzunehmen.

6. Gegen Streitfälle absichern

Die Mietverlustversicherung deckt den Mietverlust ab. Die meisten dieser Strategien enthalten jedoch Einschränkungen und Ausschlussklauseln. Dies sind beispielsweise die Sperrfristen zu Beginn der Mietdauer oder die Höchstdauer, in der die Versicherungsgesellschaft für Mietverluste aufkommen muss. Darüber hinaus gilt dieser Versicherungsschutz nur für den Abschluss einer Versicherung vor Mietverlust. Die von Versicherungsunternehmen angebotenen Bedingungen variieren.

Hinweis: Die Rechtsschutzversicherung ist zwar teuer, zahlt jedoch im Fall der Fälle aus.

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