Steigende Mieten und die Verknappung des Wohnraums haben zu einer boomenden Immobilienbranche geführt. Wer heute noch als Mieter lebt, möchte wissen, ob die monatliche Miete besser ist als eine monatliche Rate für die Finanzierung der eigenen Immobilien. Die Mieten steigern das Vermögen des Vermieters, aber Ihr eigenes Baudarlehen wird irgendwann zurückgezahlt und das Eigentum gehört dann Ihnen. Viele zukünftige Bauherren sind jedoch zu Recht besorgt und stellen sich folgende Frage: Wie viel kann ich ausgeben, um ein Haus zu kaufen?

Es ist äußerst empfehlenswert, die Kosten für Sie als Bauherr sorgfältig zu untersuchen. Auf der einen Seite gibt es den Preis für den Bau und auf der anderen Seite müssen Sie einen bestimmten Betrag für Ihr Grundstück bezahlen. Letztendlich fallen zusätzliche Baukosten an, einschließlich Anwalts- und Notargebühren, Steuern sowie möglichen Gebühren für die Erschließung von Wasser, Abwasser und Strom. Auch nachdem Sie in Ihr neues Haus einziehen, müssen Sie die monatlichen Kosten berechnen: Zum einen die Ratenzahlung des für den Kredit und zum anderen tragen Sie ab dann auch weiterhin die Betriebskosten wie Strom, Wasser, Steuern und Versicherungen.

Viele Kreditinstitute bieten Ihren Kunden Baurechner an – diese Rechner sind in der Regel sehr einfach: Sie geben den monatlichen Betrag (z. B. die Höhe Ihrer jetzigen Miete) ein und das System berechnet den maximalen Betrag des Baukredits. Sie sollten jedoch nicht vergessen, dass sie zusätzlich zu den bereits erwähnten Kosten auch die Renovierungskosten für die Einrichtung des Hauses berechnen müssen.

Die Gesamtkosten hängen von vielen Faktoren ab und müssen für jedes Projekt individuell berechnet werden. Sollten Sie 800 bis 1000 Euro pro Monat zur Verfügung haben, dann können Sie schon ein angemessenes Haus mit Grundstück erwarten. Ohne Keller und mit ein wenig Eigenleistung kann ein Haus mit einer Fläche von 100 bis 120 Quadratmetern bereits zu einem Preis von 120.000 bis 130.000 Euro gebaut werden.

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Gesamtkosten aufstellen

Die Finanzierungsraten für diejenigen, die Immobilien bauen und kaufen möchten sind historisch sehr niedrig. Bauherren sollten jedoch von Anfang an genaue Finanzierungspläne und Kostenberechnungen für ihre Projekt erstellen. Es macht Sinn, Zinskosten und sogenannte Risikoprämien im Plan mit zu berechnen. Zum Beispiel wissen diejenigen, die sich heute auf einen 10-Jahres-Festzins von 2% geeinigt haben nicht, wie hoch die Zinsen nach Ablauf der 10 Jahren sein werden.

Wenn Sie Immobilien oder Wohnungen finanzieren möchten, sollten Sie sich im Voraus einen Überblick über Eigenkapital, Einnahmen und Ausgaben verschaffen. Dies ist der einzige Weg zu erkennen wie hoch die monatliche Rate maximal erreichen darf. Eigenkapital ist eine der notwendigen Voraussetzungen für Baukredite. Banken benötigen in der Regel 20% der Gesamtkosten durch Eigenkapitalfinanzierung (manchmal können bestimmte Ausnahmen gelten). Das gesamte Eigenkapital sollte jedoch nicht zur Finanzierung verwendet werden. Ein Teil sollte aufbewahrt werden, damit Sie unerwartet Kosten decken können. So ersparen Sie sich die Aufnahme von weiteren Krediten, die in der Regel sehr teuer sind.

Die Für jeden Baufinanzierung wird ein Vergleich der monatlichen Einnahmen und Ausgaben gemacht.,Somit kann genau bestimmt werden, wie hoch die Belastung durch die monatliche Rate sein darf. Das monatliche Nettoeinkommen, Kindergeld- und Miet-, Renten- oder sonstige Kapitaleinkommen werden berücksichtigt. Bonuszahlungen wie der 13. Monatsgehalt sowie Weihnachts- und Urlaubsgeld zum Beispiel nicht. Die zusätzlichen Einnahmen des letzteren sollten als finanzieller Puffer dienen, um unerwartete Ausgaben auszugleichen. Ihre Ausgaben bestimmen sich aus den Netto-Lebenshaltungskosten einschließlich aller versteckten Ausgaben, z. B. Abonnementgebühren oder Fitnessgebühren. Am Ende zählt für Kreditgeber immer der Durchschnitt.

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Nebenkosten Überblick

Häuser kosten Geld – aber Bauherren sollten nicht nur die notwendigen finanziellen Mittel für den Bau vorbereiten, sondern auch sogenannte Nebenkosten berücksichtigen. Leider vergessen unerfahrene Bauherren diesen Teil oft und sind am Ende schockiert, weil die Kreditsumme nicht ausreicht.

Beim Kauf von Grundstücken müssen Sie auch die Gebühren des Maklers, Notars und Grundbuchs berücksichtigen. Kosten für die Erschließung fallen normalerweise nur in Wohngebieten am Stadtrand an. Diese müssen nur bei unbefestigten Straßen bezahlt werden. Im Falle der Erschließung können Kommunen auch den Anschluss an das Versorgungsnetz fordern. Die Berechnung sollte auch die Gestaltung von Außenanlagen d.h. Gärten, Parkplätzen oder ähnlichem umfassen. Weiter gehts mit den sogenannten Baunebenkosten. Dazu gehören Grunderwerbsteuern, Baugenehmigungsgebühren, Mess- und Baugebühren und die Anschlüsse wie (Wasser, Abwasser, Strom). Es muss auch genügend Geld vorhanden sein, um Versicherungen in Bezug auf Baustellen und Bauarbeiten abzudecken.

Hier zusammengefasst:

  • Grunderwerbssteuer: Je nach Bundesland liegt die Grunderwerbssteuer zwischen 3,5 und 7 Prozent des Gesamtpreises
  • Gebühren für Baugenehmigung: Die genauen Gebühren sind abhängig von der Größe und Umfang des geplanten Hauses
  • Maklergebühren: Diese sind in der Rege bei 2 bis 7 Prozent
  • Gebühren für Notar: Abhängig vom Wert und Umfang des Rechtsgeschäfts und orientiert sich am Kaufpreis der Immobilie

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