Für viele Menschen ist der Kauf einer Immobilie eine der größten und längsten Investitionen. Zahlungen von über 200.000 Euro sind wieder bei schnell erreicht. Normalerweise kann niemand diese Summen in kürzester Zeit zurückzahlen. Daher dauert die Immobilienfinanzierung manchmal 20 oder 25 Jahre bis zur endgültigen Rückzahlung.

Es ist wichtig, sich über dieses Thema zu informieren und Vergleichsangebote reinzuholen. Dieser Aufwand ist die Mühe wert. Unter Berücksichtigung aller Faktoren ist es für Bauherren wichtig, „Apfel“ nicht mit „Birnen“ zu vergleichen. Zum Vergleich sollten Schlüsseldaten definiert werden, wie z. B. Darlehenssummen (z. B. 100.000 Euro), der erforderliche feste Zinsperiode (z. B. 10 Jahre) und der tatsächliche monatliche Zinssatz des Kunden (z. B. 500 Euro). Diese grundlegenden Parameter gelten für alle Anfragen bei Banken und Hypothekengebern. So ist es für Bauherren einfacher Angebote zu vergleichen.

Besondere Aufmerksamkeit sollte zusätzlichen Gebühren und Bedingungen gewidmet werden. Viele übersehen beispielsweise Schätzkosten und Bereitstellungszinsen. Bei den aktuellen sehr niedrigen Zinssätzen ist es sinnvoll, einen festen Zinssatz von etwa 15 Jahren oder sogar 20 Jahren zu finden. Die Rückzahlungsrate sollte mindestens ein Prozent oder wenn möglich höher sein.

Gemäß der Preisangabenverordnung müssen Banken bei der Berechnung der tatsächlichen Zinssätze nicht alle Kosten für den Kredit berücksichtigen. Nebenkosten wie Schätzkosten, Teilzahlungszuschläge oder Kontoverwaltungsgebühren kommen zusätzlich hinzu. Daher wird empfohlen, den Anbieter um eine Liste der Gesamtkosten während des Festzinszeitraums zu bitten. Diese Gesamtkosten sollten dann die Zinsaufwendungen und alle Nebenkosten umfassen.

Die erste Anlaufstelle für die Immobilienfinanzierung ist in der Regel die eigene Hausbank. Mittlerweile gibt es auch viele weitere Anbieter für Immobilienfinanzierungen. Es gibt viele spezialisierte Unternehmen, die im Internet tätig sind und von der Stiftung Warentest, dem TÜV oder anderen bekannten Unternehmen geprüft wurden.

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Was wird finanziert?

Wenn es um Immobilienfinanzierung geht, ist es sehr wichtig, dass Sie wissen was Sie finanzieren wollen bzw. können. Dies ist bereits ein wichtiger Aspekt der Planung und Kostenrechnung. Die Berechnung des persönlichen Finanzrahmens leitet automatisch auch die Größe der Immobilie und ihrer Ausstattung ab. Um den Traum vom Haus erschwinglich und finanzierbar zu halten, sollten Bauherren im Voraus überlegen, mit welcher Ausstattung das Haus ausgestattet werden soll: von einer erstklassigen Küche über einen Wellnessbereich bis hin zu Hobbykellern, barrierefreien Einrichtungen, Solardächern usw. Hier gibt es viele Möglichkeiten. Dies gilt natürlich insbesondere für Neubauten. Im Gegensatz dazu ist die Wahl des Designs zum Zeitpunkt des Kaufs viel schwieriger. Wenn Sie nicht von Anfang an ein klares Bild der Immobilie haben, dann besteht ein hohes Risiko einer teuren Refinanzierung.

Es gibt verschiedene Vorstellungen darüber, wo und wie das Geld investiert werden soll. Für Bauherren ist es daher am besten, alle Überlegungen aufzulisten. Das könnten Aspekte sein wie:

  • Grundstück
  • Außenbereich (Terrasse etc.)
  • Wellnessbereich
  • Garagen, Stellplatz, Car-Port
  • Ausbau der Räume Innen
  • Einrichtung Innen

Bauherren sollten auch auf spätere Kosten achten. Insbesondere im Bereich für Wellness etc. benötigen neue Hausbesitzer nach der Einrichtung eines Schwimmbades oder ähnlichem auch Instandhaltung und Wartung. Anders sieht es bei Investitionen in erneuerbaren Energien aus. Diese rechnen sich auf lange Sicht immer mehr.

Eigenkapital und Eigenleistung

Ein Haus zu bauen ist eine Investition für Ihr Leben. Denn Ihr Eigenheimprojekt ist mit Kosten im sechsstelligen Bereich verbunden. Viele Bauherren haben keine andere Wahl, als Kredite für das Traumhaus aufzunehmen. Umso mehr Erspartes ein Bauherr investiert, desto höher ist in der Regel die Kreditsumme. Hier sprechen wir vom sogenannten Eigenkapital. Werden Arbeiten am Bau des Hauses selber erledigt, die sogenannte Eigenleistung, wirkt sich auch auf das erforderliche Kredithöhe aus.

Viele Bankinstitute verknüpfen Finanzierungszusagen mit der Zahlungsfähigkeit des Antragstellers. Dies beinhaltet in allen Fällen ein regelmäßiges Einkommen der Bauherren. Ebenfalls sollte es keine Einträge bei der Schufa geben. Experten empfehlen außerdem, dass Sie Eigenkapital in Höhe von 20% bis 30% vor Beginn eines Bauprojekts aufbringen. Für diesen Fall können Sie auf Ihr Erspartes, Ihr Sparkonto oder andere Vermögenswerte zurückgreifen. Das Eigenkapital senkt den monatlichen Zinssatz, der an die Banken zurückgezahlt werden muss und verringert die monatliche finanzielle Last. Geld aus beispielsweise Steuervergünstigungen oder Kapitalgewinne eignen sich gut um ein gewisses Eigenkapital anzusparen. Mittlerweile werden im häufiger auch Immobilienfinanzierungen angeboten, die kein Eigenkapital benötigen.

Talentierte Bauherren können auch beim Hausbau Geld sparen: Insbesondere bei der Innenausstattung können sich viele Kunden selbst helfen, Fußböden verlegen, Wände streichen, Kabel verlegen oder Türen einbauen. Immerhin spart dies Summen im fünfstelligen Bereich, die sonst für die Arbeit der Handwerker ausgegeben werden muss.

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