Die wohl wichtigste Voraussetzung für den Hausbau ist die Planung des Grundriss. Sie müssen festlegen, wie welche Räume aufgeteilt sind, wo sich Badezimmer, Küche und Wohnzimmer befinden und ob Sie ein barrierefreies Haus planen möchten oder nicht.

Alle Beiträge unserer Seite basieren auf der persönlichen und langfristigen Erfahrungen und können die rechtliche und professionelle Beratung nicht ersetzen. Im folgenden Artikel finden Sie eine Übersicht über einige wichtige Grundrisse im Haus.

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Die klassische Raumplanung

Der Bau eines Hauses sollte ein Projekt für Ihre ganze Familie werden: In der Regel leben Kinder, oft sogar Großeltern, beim Bauherrn. Raumplanung und die richtige Aufteilung des Grundstücks sind von Anfang an entscheidend.

Zunächst müssen Sie den Platzbedarf ermitteln: Hier klären alle Bewohner wer welches Zimmer haben möchte. Wenn die Kinder kurz vor dem Auszug stehen, kann das Zimmer später in ein umfunktioniert werden. Falls Ihre Kinder noch jünger sind, sollten Sie gleich mit dem Gedanken spielen, ein Gästezimmer einzuplanen. Bei der Planung sollten Sie auch einen ruhigen Ort bzw. einen Rückzugsort berücksichtigen. Idealerweise sollte sich das Schlafzimmer nicht direkt neben dem Kinderzimmer befinden. Wenn Sie keine Kinder haben und zukünftig welche planen, dann ist zu erwarten das der Raumbedarf auch in Zukunft höher sein wird.

Sie können auch eine entsprechende Checkliste verwenden, um zu überprüfen, wie hoch der erforderliche Platz bedarf wirklich ist.

Einen Keller – Ja oder nein?

Keller haben viele Vorurteile, dass sie dunkel und muffig wären. In der heutigen Zeit erfüllt der Keller beim Hausbau viele Träume von Bauherren. Ob Sauna , Büro oder Ihr eigenes kleines Gym – wenn Sie ein Haus mit Keller bauen, haben Sie plötzlich unvorstellbar viele Möglichkeiten.

Der Keller ist kein exklusiver Lagerraum mehr. Der Keller kann Platz für mehrere Zwecke bieten: Natürlich sollte der Keller immer noch für Waschmaschinen, Trockner, Heizsysteme und Lebensmittelregale genutzt werden. Wenn Sie aber zum Beispiel viel zu Hause arbeiten, können Sie den Keller auch als Büro nutzen, einen Saunabereich installieren, Fitnessgeräte oder ein Spielezimmer planen. So entsteht ein Entspannungsbereich bei Ihnen zu Hause, der Ihnen und Ihrer Familie mehr Wohnraum bietet.

Die Deckenhöhe des Untergeschosses sollte 2,50 Meter betragen – dies ist sowohl praktisch und verhindert auch den Eindruck eines engen Raums. Abhängig von der Nutzung des Untergeschosses sollten auch verschiedene Strom-, Wasser- und Telekommunikationsleitungen in Betracht gezogen werden. Eine spätere Renovierung erhöht nicht nur die Arbeitsbelastung, sondern führt auch zu höheren Kosten.

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Überlegung: Barrierefrei bauen

Die meisten Bauherren machen sich kaum Gedanken über dieses Thema. Aber die Zeit wird kommen, wo die Treppe zu den oberen Stockwerken zu einem unüberwindlichen Hindernis und die Dusche praktisch kaum noch zugänglich sein wird. Wenn körperliche Einschränkungen die Aktivitäten im Haus einschränken, werden ältere oder körperlich behinderte Menschen täglich mit Problemen konfrontiert. Daher sollte jeder, der ein Haus baut, auch das älter werden in Betracht ziehen. Spätere Umbauten zu Hause können sehr kostenintensiv werden.

Daher wird jedem empfohlen, der sein Haus als Altersvorsorge plant, diese Szenarien rechtzeitig zu bedenken und einzuplanen. Die individuelle „richtige“ Gebäudeform sollte zuerst ausgewählt werden. Treppen beispielsweise können bei älteren Menschen zu einer unüberwindlichen Barriere werden. Wenn das Haus keinen Platz für den Treppenlift hat, ist die gesamte Etage bald nicht mehr zugänglich. Dasselbe gilt für enge, verwinkelte Räume.

Mit Blick auf die Zukunft sollte darauf geachtet werden, dass alle Räume für Rollstuhlfahrer zugänglich sind. Dies gilt insbesondere für Türen. Erfahrungsgemäß muss jeder Raum einen rechteckigen Grundriss von mindestens acht Quadratmetern haben und die Breite der Tür sollte mindestens 90 cm betragen. Im Eingangsbereich des Hauses sollte eine Rampen installiert werden um den Zugang zu gewährleisten.

Besondere Aufmerksamkeit sollte dem Sanitärbereich gewidmet werden. Beispielsweise sind begehbare Duschwannen nur dann für Menschen mit Behinderungen geeignet, wenn sie groß genug für Rollstühle sind.

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