Laut einer Umfrage erwägt ein Drittel aller Beschäftigten aufgrund der hohen Mieten, aus der Region Rhein-Main auszuziehen. Das Home-Office ermöglicht diese Option. Laut Experten ist das in manchen Fällen sogar sinnvoll.

Homeoffice eignet sich sehr gut für viele Jobs. Dies ist das Ergebnis einer Untersuchung der PWC Gesellschaft. „Auch nach der Krise wird sich diese Situation fortsetzen“, sagte Michael Burckhart von PWC-Frankfurt. Zu dieser Ansicht kommt Herr Burkhard, da beide Parteien (Arbeitnehmer und Arbeitgeber) davon profitieren.

Eine der positiven Auswirkungen von der Arbeit von zu Hause aus ist, dass Mitarbeiter mit längeren Reisen nicht mehr jeden Tag pendeln müssen. Das Ergebnis daraus könnte sein, dass mehr Arbeitnehmer Wohnungen wählen, die weiter entfernt und kostengünstiger sind. Burkhart erklärte: „Unternehmen können flexible Arbeitsmuster verwenden, um bei der Suche nach Experten zu punkten. Wenn der Pendelverkehr abnimmt, wirkt sich dies nicht zuletzt positiv auf Umwelt und Klima aus.“

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Forderung nach mehr Wohnungsbauprojekten

In der Zeit der Pandemie arbeiteten 62% der Befragten aus der Region zumindest vorübergehend von Zuhause aus und die meisten hofften, dass sich diese Situation nach Ausbruch der Krise fortsetzen würde. Nach dieser Untersuchung kann dieser Trend zu Änderungen der Immobilienmarktsituation führen.

Zu Hause zu arbeiten ist jedoch keineswegs eine Möglichkeit für alle: 38% der Befragten gaben an, dass sie aus beruflichen Gründen nicht zu Hause arbeiten können. „Insbesondere für die mit dem System verbundenen Berufsgruppen wie Polizei, Pflege- und Reinigungspersonal. Diese gehören sie nicht zu den Gruppen mit dem höchsten Einkommen, weshalb die Städte in Zukunft über erschwinglichen Wohnraum verfügen müssen“.

52% der Befragten glauben, dass es wegen den Investoren, die dem Luxussektor zu viel Aufmerksamkeit schenken, zu wenige erschwingliche Wohnungen gibt. 90 Prozent der Befragten gaben an, dass die Möglichkeit zur Verbesserung der Spannungen in Bauprojekten für Familien mit niedrigem Einkommen besteht. Arbeitgeber können auch Firmenwohnungen, Mieten oder Anreisekosten gewähren.

Bei PwC besteht angesichts des Fachkräftemangels ein dringender Bedarf an solchen Investitionen durch Arbeitgeber. Die Notlage bei den Mietwohnungen hat den Arbeitsmarkt seit langer Zeit beeinflusst. Neunzig Prozent der Befragten Leute glauben, dass sich bald nur noch einkommensstarke Menschen das Leben in der Stadt leisten können.

Durchschnittliche Pendelzeit ca. 30 min

Der angespannte Immobilienmarkt ist jedoch nicht nur für Niedrigverdiener gedacht. 90 Prozent der Fachleute glauben, dass man Glück haben muss, um in Großstädten bezahlbare Wohnungen zu finden. Aufgrund der Tatsache, dass die Miete zu hoch ist, hat fast ein Drittel der Menschen über einen Arbeitsplatzwechsel nachgedacht. 84% der Menschen befürchten, dass die Mieten in den nächsten fünf Jahren weiter steigen werden. Fast 60% sind bereits der Meinung, dass die Mieten zu hoch sind.

Laut dieser Studie sind viele längere Anreisen akzeptabel, um günstiger Wohnen zu können: für 60% der Menschen die zur Arbeit pendeln beträgt die durchschnittliche Reisezeit 30 Minuten. 50% der Befragten wären sogar bereit, mehr als 40 Minuten zur Arbeit zu fahren.

Neben der Kritik am Preis, empfinden 93% der Befragten ihre Region als sehr wohl. Sie denken, dass Einkaufsmöglichkeiten, Verkehrsinfrastruktur, kulturelle Aktivitäten und Beschäftigungsmöglichkeiten ausreichend vorhanden sind. Burkhart erwähnte: „Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Zufriedenheit in vielen Bereichen verbessert, obwohl viele Angebote während der Ausgangssperre nicht verfügbar waren.“

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