Wer einen Immobilienverwalter wählt oder einen neuen Immobilienverwalter sucht, sollte eine systematische Entscheidung treffen. Hier finden Sie als Eigentümer die vom Hausverwalter auszuführenden Aufgaben und was im Verwaltungsvertrag zu beachten ist.

Einige Eigentümergemeinschaften sind der festen Überzeugung, dass es für Sie am besten ist, alle Managementaufgaben selbst zu erledigen. Gesetzlich ist es jedoch so geregelt, dass solche Wohneigentümergemeinschaften einer Verwaltungspflichtunterliegen (Artikel 20 des Wohnungseigentumsgesetzes). Theoretisch kann einer der Eigentümer diese auch verwalten. Aufgrund der Komplexität dieser Gesetze können jedoch Interessenkonflikte bei der Selbstverwaltung auftreten. Daher wird empfohlen, einen professionellen Immobilienverwalter zu beauftragen. Für Eigentümer von Häuser ist es auch sinnvoll, Fachkräfte für die Ausführung solcher Aufgaben einzustellen. Denn der professionelle Hausverwalter kennt sich aus und kümmert sich um alle Probleme des Eigentümers.

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Diese Aufgaben werden von der Verwaltung übernommen

Hausverwalter sind die Betreuer und Organisator der Immobilie. Sie sind verantwortlich für das geschäftliche und technische Management. Normalerweise übernimmt er nicht die Aufgabe von beispielsweise Hausmeistern, jedoch ist er die Überwachung solcher Arbeiten verantwortlich. Es gibt jedoch keinen rechtlich festgelegten Aufgabenbereich für solche Verwalter. Diese sind im Verwaltungsvertrag gesondert festgelegt, müssen jedoch stets den entsprechenden Verwaltungsgrundsätzen entsprechen.

Die Aufgaben eines Immobilienverwalters können sehr unterschiedlich sein. Diese hängen davon ab um was für eine Immobilie es sich handelt oder wer der Kunde ist. Zum Beispiel eine Wohneigentumsgemeinschaft oder ein einzelner Eigentümer eines Wohnhauses.

„Einige Immobilienverwaltungsunternehmen sind nur im Bereich der Mietverwaltung tätig.“

, so Franziska Bock tätig beim Verband Deutscher Immobilienverwalter (VDIV).

Beispielaufgaben Immobilienverwalter: Mehrere Wohnungen, mehrere Eigentümer

Verwalter von Wohnhäuser verwalten die einzelnen Objekte als Kollektiv, jedoch nicht unbedingt die Objekte selber. Dies bedeutet, dass der Verwalter beispielsweise ein Angebot von Unternehmen einholen muss, wenn die Treppe renoviert werden soll. Wenn ein Eigentümer aber das Badezimmer jedoch neu verlegen möchte, ist dies keine Aufgabe von Wohneigentumsgemeinschafts-Verwalter.

Solche Verwalter sind für alle geschäftlichen Angelegenheiten der Gemeinschaft: Sie formulieren beispielsweise Wirtschaftspläne, führen die Buchhaltung durch und sind für die ordnungsgemäße Überprüfung aller Zahlungen verantwortlich. Sie erstellen auch Stromrechnungen für die Eigentümer oder Mieter jeder Einheit.

Die Verwalter sind auch dafür verantwortlich, jedes Jahr eine Eigentümerversammlungen zu organisieren und einzuberufen. Dort behandeln sie Tagesordnungspunkte wie anstehende Reparaturen oder Renovierungen und notieren die Entscheidungen der Eigentümer. Die Verwalter müssen alle Beschlüsse festhalten, damit auch nach einigen Jahren die von der Eigentümergemeinschaft getroffenen Entscheidungen nachvollzogen werden können.

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Beispielaufgaben Immobilienverwalter: Mehrere Wohnungen, ein Eigentümer

Im Gegensatz zur Verwaltung und Wohneigentumsgemeinschaften vertreten Mietverwalter nicht die Interessen der Gemeinde, sondern die Interessen einzelner Eigentümer von Mehrfamilienhäusern oder Wohnungen. Diese sind verantwortlich für die Verwaltung der gesamten Immobilie, einschließlich einzelner Wohneinheiten und sogar des Kontakts zum Mieter. In der Regel ist im Vertrag festgelegt, dass diese auch für die Vermietung der Einheit verantwortlich sind, den Mietvertrag unterzeichnen und die Erhöhung der Miete durchsetzen sollen.

Mietverwalter können jedoch keine Provision erheben. In einigen Fällen kann im Verwaltungsvertrag eine zusätzliche Gebühr für die Bearbeitung der neuen Miete erhoben werden. Im Gegensatz zur Verwaltung von Wohneigentumsgemeinschaften muss der Vermieter keine Eigentümerversammlungen organisieren, da er nur für den Eigentümer arbeitet.

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Beispielaufgaben Sondereigentumsverwaltung: Eine Wohnung

Da Verwalter für Wohngemeinschaften nur Gemeindeeigentum verwalten, muss ein Eigentümer seine eigene Wohnung verwalten oder selber einen Verwalter beauftragen. Diese Funktion ist besonders nützlich, wenn das Objekt vermietet werden soll und der Eigentümer nicht vor Ort lebt. Anschließend wird der spezielle Immobilienverwalter beispielsweise zum Ansprechpartner des Mieters und erstellt eine jährliche Stromrechnung für den Mieter.