Sie planen den Kauf oder Bau einer Immobilien, dann werden Sie an den Punkt kommen an dem Sie sich entscheiden müssen, ob Sie die Finanzierung über eine Bausparkasse oder einer Bank laufen lassen wollen.

Was Sie wissen sollten: Die eine Variante schließt die andere nicht aus. Sprechen Sie mit Ihrem Berater, dieser wird Ihnen Optionen vorstellen wo die beiden Variante sich optimal ergänzen. Wenn Sie beispielsweise schonen einen alten Bausparvertrag laufen haben, dann können Sie unter gewissen Umständen das Geld aus diesem Vertrag in Ihre Finanzierung integrieren. Sprechen Sie diese Dinge genau mit Ihren Berater ab, er wird Ihnen die Konditionen bestmöglich erläutern. Im Regelfall ist es so, dass Bauspardarlehen günstiger als die Standarddarlehen sind. Falls Sie keinen Bausparvertrag laufen haben, werden Sie hierfür zunächst ansparen müssen. Hier werden Sie auch verschiedene Produkte vorgestellt bekommen. Stellen Sie alle Möglichkeiten gegenüber und finden Sie so raus welche Option die beste ist.

Da heutzutage die meisten Banken eigene Bausparkassen haben oder zumindest Kooperationspartner, sind die Kombinationen aus Bauspardarlehen und Standarddarlehen (z.B. Annuitätendarlehen) eine ganz normale Verbindung geworden. Achten Sie aber hier genau auf die Gebühren, die mit dem Abschluss eines Bausparvertrages anfallen.

Die Sprache der Bank verstehen

In allen Berufen findet man spezielle Geschäftssprache, die für Laien zur großen Herausforderung werden könnte. Damit Sie sich gut mit Ihrem Berater verständigen können, sollte Sie ein gewisses Verständnis für seine Arbeit mitbringen. Vergessen Sie nicht, dass die Berater unter bestimmten Rahmenbedingungen arbeiten, die sie von der Bank gestellt bekommen. Diese Rahmenbedingungen sehen zum Beispiel vor, wie Immobilien, das Einkommen- und die Vermögensverhältnisse bewertet werden oder welche genauen Dokumente für die Finanzierung nötig sind. Um sicher zu gehen sollten Sie nach den Richtlinien der jeweiligen Bank fragen.

So vermeiden Sie unnötige Verständnisprobleme und erhalten einen genauen Überblick darüber welche Informationen ausschlaggebend sein werden. Sie werden wissen an welchen Stellen Probleme auftauchen können und werden so im Falle einer Ablehnung ein besseres Gespräch führen können, was dann Wiederrum hilfreich sein wird.

Wenn Sie die Richtlinie genauer kennen, dann werden Sie auch mehr Verständnis im Gespräch mit Ihrem Berater haben und werden so schneller zu Einigungen kommen. Die Finanzierung von Immobilien im privaten Raum ist ein großer Geschäftszweig der Banken, der in den letzten Jahren sehr stark zugenommen hat. Mehr Verständnis führt auch gleichzeitig zu einem konstruktiveren Gespräch mit dem Sie Ihre persönlichen Wunschvorstellungen besser überbringen können.

Viel Papierkram

Es gibt viele Dokumente bei Immobilienfinanzierungen, die Banken prüfen müssen. Dabei unterscheidet man zwei wichtige Bereiche. Zum einen werden die Dokumente angefordert, so dass die Bonitätsprüfungen durchführt werden kann. Dafür benötigen Sie zunächst einen Einkommensnachweis. Falls Sie Arbeitnehmern sind, dann sollten Sie mindestens die letzten zwei bis drei Einkommensnachweise und die aktuelle Bemessung der Einkommensteuer vorweisen können. Im Fall von Selbstständigen und Freiberuflern, ist es so dass diese in der Regel die letzten beiden Jahresabschlüsse und die laufende Bewertung des Betriebs (BWA) vorlegen. Ihr Steuerberater hilft Ihnen hierbei.

Neben dem Einkommensnachweis möchte die Bank auch eine Selbstauskunft. Diese erfordert Informationen über weitere Vermögenswerte und die bestehenden Verbindlichkeiten. Im Regelfall müssen alle Informationen nachgewiesen werden. Zum Beispiel eine Kopie Ihres Tagesgeldkontos, Treuhandkontos oder eine anderen die für Ihr Darlehen erforderlich ist. Sie müssen im Laufe der Prüfung auch einer Prüfung bei der Schufa zu stimmen. Dort erhält Ihre Bank Auskunft darüber, ob Sie bereits andere Darlehen abgeschlossen haben und wie Sie diese zurückgezahlt haben.

Anschließend folgt eine Prüfung der Immobilie selbst. Dafür wird der Lageplan der Immobilie betrachtet. In der Regel wird hierfür der Lageplan aus dem Katasteramt verwendet, da dieser ebenfalls für Bauanträge verwendet wird. Die Pläne sind eine Liegenschaftskarte im Maßstab 1:1.000 oder 1:500. Diese Lagepläne erhalten Sie abhängig vom Bundesland entweder beim örtlichen Katasteramt oder bei Bausachverständigen.

Bauherren benötigen ebenfalls die Baubeschreibung. In ihr steht eine detaillierte Darstellung der zu errichtenden Immobilie. Die Art der Bauausführung und die verwendeten Materialien werden darin beschrieben. Die Baubeschreibung wird Bestandteil des Bauvertrags, deshalb ist hier eine sorgfältige Erstellung ratsam.

Die Gesamtkostenaufstellung dient dazu, dass Bauherren eine Übersicht der zu erwartenden Kosten einreichen können. Damit sind die Kosten gemeint, die beim Kauf oder Bau einer Immobilie anfallen. Kurz gesagt: Der Anschaffungspreis plus Nebenkosten wie Gebühren und Steuern, das eingesetzte Eigen- und Fremdkapital sowie die dafür anfallenden Kosten wie etwa Zinsen und Gebühren. All diese Daten werden in Ihren Finanzierungsplan integriert.

Die Finanzierung durch Kreditinstitute funktioniert, weil diese die Darlehen entsprechende mit Sicherheiten vom Kreditnehmer absichern. Meistens funktioniert diese Absicherung so, dass die Banken das Darlehen für die Immobilie so anpassen, dass es für die Rückzahlung der Immobilie ausreicht. Hier kommt der sogenannte Beleihungswert ins Spiel. Für diesen werden der aktuelle Grundbuchauszug, die Baugenehmigung, die Wohnflächenberechnung analysiert.

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