Ein oft vernachlässigtes Gestaltungselement sind Wände. Gerne konzentrieren wir uns auf die Farben, mit denen wir sie streichen können oder auf die Regale, die wir an ihnen anbringen können. Wir denken aber seltener an die Wand selbst und an den Raum, den sie schafft. Die Errichtung einer temporären Wand ist eine Möglichkeit, in nur wenigen Stunden und zu moderaten Kosten neuen Raum und Privatsphäre zu schaffen.

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Um was handelt es sich bei einer temporären Wand?

In einem Haus sind die Wände entweder tragend oder nicht tragend. Die tragenden Wände befinden sich immer an der Außenseite des Hauses und sind manchmal als Innenwände zu finden. Nicht tragende Wände sind immer Innenwände.

Zu den nicht tragenden Wänden gehört auch eine temporäre Wand. Die Wand trägt kein Gewicht von darüber liegenden Lasten. Auf ihr lastet nur ihr eigenes Gewicht.

Die temporäre Wand hat folgende Eigenschaften:

  • Sie verfügt nicht über elektrische Leitungen oder Sanitärrohre.
  • Die Wand kann mit nur geringen, leicht zu reparierenden Schäden an Wänden, Böden oder Decken entfernt werden.
  • Diese Wand wird auf dem Boden aufgebaut und anschließend an ihren Platz gerückt.
  • Die Trockenbauwand kann manchmal teilweise unbearbeitet bleiben.

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Verwendungsmöglichkeiten für eine temporäre Wand

  • Unterteilen Sie das Schlafzimmer eines Kindes.
  • Ein Heimbüro schaffen, indem ein großer Raum abgeteilt wird.
  • Als Sichtschutz um Kabel oder Rohre zu verbergen.

Sicherheitsbedenken

Eine temporäre Wand sollte aufgrund ihres Gewichts nur auf einer soliden Unterlage aufgebaut werden. Das Gewicht der temporären Wand kann, je nach Größe der Wand, nicht von Decken- oder Bodenbalken getragen werden. Eine Betonbodenplatte kann eine temporäre Wand ausreichend tragen.

Folgendes werden Sie benötigen

Geräte / Werkzeuge

  • Eine elektrische Säge,
  • Kreissäge,
  • Akkubohrer,
  • Hammer,
  • Maßband,
  • Bleistift und dokumentenechter Marker,
  • Trockenbaumesser,
  • Zubehör für Malerarbeiten,
  • Universalmesser.

Materialien

  • Hartschaum-Isolierplatte,
  • Trockenbauplatten,
  • Verzinkte Nägel,
  • Schnellbauschrauben,
  • Trockenbau-Fugenmasse,
  • Papier-Trockenbauklebeband,
  • Grundierung für Trockenbauwände,
  • Innenfarbe,
  • Tischlerleim,
  • Zugbolzen,
  • Schrauben.

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Anleitung zum Bau

Suchen Sie die Stelle und messen Sie die Deckenhöhe
Vermessen Sie mit dem Maßband die Höhe der Decke. Die Werte die Sie messen müssen, sind abhängig von den Größen Ihrer Wand. Zusätzlich zur Positionierung der Wand auf einer soliden Basis sollten Sie sie unter einem Bereich platzieren, der mindestens vier Befestigungspunkte ermöglicht. Zum Beispiel kann dies senkrecht zu Unterzügen oder direkt unter und parallel zu einem Unterzug oder Balken sein.

Beschneiden der Wandstützen
Für die vertikalen Wandpfosten verwenden Sie eine Kappsäge oder eine Kreissäge, um sieben der Vierkanthölzer zu schneiden. Beachten Sie bei der Länge die oberen und unteren Platten sowie die Schaumstoffabstandshalter. Schneiden Sie die Wandständer entsprechend Ihrer eigenen Deckenhöhe zu.

Zuschnitt der Schaumstoffzwischenstücke
Markieren Sie drei Abschnitte des Hartschaums auf die gewünschte Größe. Teilen Sie diese mit dem Universalmesser zu.

Zusammenfügen der Wand in Trockenbauweise
Die beiden Holz- oder Trockenbauplatten werden parallel und mit einem Abstand gewünschten Abstand gelegt. Diese werden die obere und untere Platte der Wand sein. Platzieren Sie zwei der Wandständer an den Enden. Legen Sie die restlichen fünf Wandständer zwischen diese beiden Endständer. Kennzeichnen Sie fünf mittig liegende Positionen für diese mittleren Ständer. Sowohl die obere als auch die untere Platte sollten die gleichen Markierungen erhalten.

Fixieren Sie die unteren und oberen Platten
Mit Hammer und Nägeln nageln Sie jeden der Bolzen zwischen die obere und untere Platte. Schlagen Sie die Nägel an den Enden ein, anstatt sie mit der Spitze zu nageln.

Den unteren Abstandshalter einkleben
Verkleben Sie den unteren Abstandshalter aus Schaumstoff mit Holzleim auf der Bodenplatte. Entfernen Sie überschüssigen Kleber und lassen Sie ihn gut trocknen. Der Abstandshalter schützt den Boden vor Kratzern.

Hochziehen und Befestigen der Wand
Bringen Sie mit einem Helfer die Wand in Position. Bringen Sie die beiden oberen Schaumstoffabstandshalter in Position. Befestigen Sie die Wand mit den vier Schrauben mit Unterlegscheiben an die gewünschte Position.

Einhängen der Trockenbauwand
Montieren Sie die Trockenbauplatten mit dem Akkubohrer und den Trockenbauschrauben an den Ständern. Schließen Sie die Trockenbauwand mit Trockenbauklebeband und Trockenbauspachtel auf die gewünschte Höhe ab.

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